Das Weinland Italien

Italien ist als Weinland in vielerlei Hinsicht Nummer Eins:

 

weltweit führend in der Weinproduktion

Italien teilt sich mit Frankreich und Spanien die ersten drei Plätze. Wer N° 1 ist schwankt z.T. bzw. liegt es am Betrachter: Je nachdem ob Sie die Menge an produziertem Wein, Wert des produzierten Weins oder Weingartenflächen heranziehen, liegt eines der drei Länder immer vorn. 

 

Weinexportland N° 1

Beim Weinexport hat Italien Frankreich überholt und liegt weltweit auf Platz 1. Zumindest was die Menge betrifft. Beim Warenwert in € ist nach wie vor Frankreich führend.

 

Weinproduktion wohin das Auge reicht

Es gibt in Italien keine Region, wo kein Wein erzeugt wird. Von Südtirol über Toskana, Kampanien bis hinunter auf die südlichsten Inseln von Sizilien wächst Wein, aufgrund unterschiedlichster klimatischer, topografischer, traditionsbedingten Gegebenheiten mit ganz verschiedenen Ergebnissen. Für Weinliebhaber bietet Italien daher so ziemlich alles was der Gaumen begehrt: Hocharomatische Traminer oder Muskateller, feiner Nebbiolo, cool-climate Friulano, Sauvignon Blanc, süffiger und herzhafter Valpolicella, Prosecco, Franciacorta, Sangiovese in allen erdenklichen Ausprägungen, saftiger Lambrusco, körperreiche und langlebige Supertuscans oder erdigen Chianti, mineralischer Vermentino, fruchtiger Trebbiano, komplexer Pecorino, würziger Montepulciano, rauchiger Aglianico,  kräftiger Nero dAvola, vin santo, moscato di Pantelleria..... Und dies sind nur ein paar der bekanntesten Namen. Eine komplette Auflistung aller Weine Italiens inkl. regionaler Spezialitäten würde wohl ein ganzes Buch fühlen.

 

Das Land mit der höchsten Biodiversität

Tatsächlich ist Italien durch seine Topographie, geographische Lage und seine langgestreckte, über mehrere Klimazonen reichende, Form  begünstigt. Dies äußert sich in einer enormen Biodiversität im Allgemeinen, der größten Anzahl an autochthonen Rebsorten im Speziellen, und nicht zuletzt in der kulinarischen Vielfalt. Egal wie lange man sich mit italienischen Weinen schon beschäftigt: das Land ist immer wieder gut für Überraschungen und Neuentdeckungen.

 

Die ersten Weinpioniere

Wein wurde auf die italienische Halbinsel von den Griechen gebracht. Einiges deutet darauf hin, dass manche etruskische Völker den Weinbau schon von den Phöniziern kannten. Für die Verbreitung in ganz Europa zeichnen jedenfalls die Römer verantwortlich. Die Aufgabe der Legionäre bestand auch darin, die eroberten Provinzen für die römischen Soldaten und Bürger bewohnbar zu machen. Ohne Wein war das undenkbar!

 

Und wen kümmert das alles?

Tatsächlich sind diese Fakten und Superlative nicht das, was das Weinland Italien für den Konsumenten ausmacht: Italiens Weine werden geliebt, weil sie immer perfekt zu regionalen Speisen passen, weil man damit italienische Lebensfreude,  Genuss und hochwertige Küche  ganz automatisch verbindet. Was wären Tagliatelle mit Wildschweinragout ohne eine Flasche Chianti oder Montepulciano? Oder getrüffelter Rindsbraten ohne Barolo? Pasta alle Vongole ohne Friulano oder Lugana? Artischocken nach römischer Art ohne eine Flasche Trebbiano? Meeresfrüchte ohne Vermentino? Eine Fiorentina ohne Brunello di Montalcino? Ein Aperitiv ohne Spumante? Cantucci ohne Vin Santo? Canoli alla ricotta aus Sizilien ohne Moscato?